Smartphone-Tarif-Kosten sparen beim Mobiltelefon-Roaming im Urlaub in der EU und weltweit

Die Smartphone-Nutzung im Ausland ist einfacher und preiswerter geworden, insbesondere in der Eurozone. Die EU hat allgemeine Regelungen erlassen, an die sich alle europäischen Mobilfunkanbieter halten müssen. Böse Überraschungen bei der Mobiltelefon-Rechnung nach dem Sommerurlaub muss heute praktisch kein EU-Bürger mehr befürchten. Anders sieht es dagegen in Ländern außerhalb Europas aus, hier können mobile Leistungen schnell zur Kostenexplosion führen.

Smartphone-Roaming: Kostenkontrolle in der Eurozone

Die aktuellen Regeln der EU legen jeweils Obergrenzen fest für die Handy-Roaming-Zuschläge. Im Bereich Telefonie mit dem Smartphone gilt: für abgehende Anrufe berechnet der Provider den nationalen Handy-Tarif plus maximal 6 Cent pro Minute. Für ankommende Anrufe im EU-Ausland beträgt der Standardpreis 1 Cent pro Minute. SMS werden EU-weit auf Basis des nationalen Tarifs berechnet plus maximal 2 Cent pro Stück. Der Smartphone-Roaming-Preis für die mobile Internet-Nutzung in der Eurozone setzt sich zusammen aus dem nationalen Tarif plus maximal 6 Cent pro Megabyte.

 

Für alle europäischen Mobilfunkanbieter gilt außerdem eine Kostenobergrenze: sie dürfen Nutzern in der Eurozone maximal 59,50 Euro für mobiles Breitband-Internet berechnen. Der Smartphone-Nutzer erhält eine Warnung per SMS, wenn 80 Prozent des Maximalbetrags erreicht sind. Dieser Kosten-Airbag gilt weltweit. Ist das gebuchte Volumen ausgeschöpft, wird die Internetverbindung unterbrochen.

 

Smartphone-Tarife: Nationale Kontingente gelten in allen EU-Ländern

Wer einen nationalen Smartphone-Tarif mit Freiminuten, SMS und Inklusivvolumen gebucht hat, kann diesen auch im EU-Ausland nutzen. Der Handy-Nutzer zahlt dann die bereits erwähnten Aufschläge pro Minute, SMS und Megabyte. Diese Standard-Regelung gilt nicht für Kunden, die eine spezielle Auslandsoption gebucht haben.

 

Die EU hat zudem eine Informationspflicht für die Mobilfunkbetreiber festgelegt: wenn ein Nutzer eine Grenze innerhalb der EU überquert, muss der Provider ihm eine SMS mit den Preisen für die Leistungen schicken, die im neuen Land gelten.

 

Mobiltelefon-Roaming außerhalb Europas

Außerhalb der Eurozone sind die Smartphone-Roaming-Gebühren für die Smartphone-Nutzung um ein Vielfaches höher. Es empfiehlt sich daher dringend, vor der Reise in weiter entfernte Länder wie Thailand oder Mexiko eine Auslandsoption zu buchen, insbesondere für mobiles Breitband-Internet mit dem Mobiltelefon. Deutsche Discount-Anbieter haben aktuell keine Optionen für das Roaming außerhalb der Eurozone im Angebot.

 

Telekom-Kunden können die Tagesflat DayPass M zum Preis von 2,95 Euro dazu bestellen. Der DayPass M enthält ein Surfvolumen von 50 MB und gilt weltweit. Nutzer ohne einen Laufzeittarif der Telekom können die Tagesflat auf Prepaid-Basis buchen. Für die Ländergruppen 2 und 3 gilt dann allerdings ein erhöhter Preis von 6,95 Euro für den DayPass M, in der Ländergruppe 1 der Eurozone kostet die Tagesflat der Telekom auch für Prepaid-Kunden 2,95 Euro.

 

Vodafone hat für Smartphone-Kunden das ReisePaket Plus im Angebot. Der Nutzer erhält mit dieser Option ein Paket mit 50 Freiminuten für die Telefonie, 50 SMS sowie 50 MB für mobiles Websurfen. Das ReisePaket Plus kostet für die EU, Türkei und Schweiz 2,99 Euro pro Tag. Für USA und Kanada beträgt der Preis 5,99 Euro. Im Rahmen der Vodafone-Auslandsoption zahlt der Nutzer nur die Tage, an denen er Roaming mit dem Smartphone in Anspruch nimmt.

 

Mobiltelefon-Tarif-Buchung per SMS, Website oder App

Die Mobiltelefon-Tarif-Buchung einer Auslandsoption sollte der Nutzer am besten vor Ort durchführen. Es empfiehlt sich, bei der Einreise die Datenverbindung des Smartphones auszuschalten, damit das Gerät nicht automatisch online geht. Nach der Einreise in ein anderes Land erhält der Nutzer eine Info-SMS des Anbieters über die Roaming-Gebühren und Dienste. Er wählt das gewünschte Datenpaket und führt die Buchung per SMS durch. Nach der Bestätigungs-SMS des Providers kann die Auslandsoption genutzt werden.

 

Die Bestellung einer Handy-Auslandsoption ist auch über die Website des Providers oder per App möglich. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass der Nutzer dafür im Ausland online gehen muss - was wiederum Kosten verursacht.

 

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